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Langfristige Erhöhung und Sicherung der funktionalen Biodiversität in Baden-Württemberg unter Berücksichtigung sozialwissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Voraussetzungen am Beispiel des europäischen Luchses

 

Langfristige Erhöhung und Sicherung der funktionalen Biodiversität in Baden-Württemberg unter Berücksichtigung sozialwissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Voraussetzungen am Beispiel des europäischen Luchses

 

Seit einigen Jahren gibt es in Baden-Württemberg wieder verstärkt Hinweise auf die Anwesenheit des Luchses, einer nach nationalem wie internationalem Recht geschützten Tierart. Es besteht jedoch Unsicherheit darüber, ob die Lebensraumbedingungen in Baden-Württemberg für die Entwicklung einer lebensfähigen Luchspopulation genügen. Die Reaktionen der Bevölkerung auf die Rückkehr dieses Großprädators reichen von Begeisterung über die Bereicherung der Artenvielfalt bis hin zu Ablehnung, aus Sorge vor Nachteilen und Einschränkungen. Das Projekt umfasst daher zwei Teile; zum einen soll die Analyse der ökologischen Tragfähigkeit Aufschluss darüber geben, in wiefern sich Baden-Württemberg als Lebensraum für Luchse eignet (Durchführung an der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg (FVA)). Der zweite Teil soll die soziale Tragfähigkeit des Lebensraumes erheben, die auf der Einstellung der Bevölkerung beruht (Durchführung am Institut für Forst- und Umweltpolitik). Erfahrungen benachbarter mitteleuropäischer Staaten zeigen, dass für eine dauerhafte Etablierung des Luchses besonders die Akzeptanz direkt betroffener Interessensgruppen wie Jäger und Landwirte notwendig ist. Ziel des sozialwissenschaftlichen Teils ist die Entwicklung einer Methode zum Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten bei der Rückkehr von Großprädatoren. Hierfür sollen unter Einsatz partizipativer Methoden die Beweggründe und Bedürfnisse hinter den Widerständen identifiziert und gemeinsam mit den Betroffenen ein Managementkonzept für den Luchs in Baden-Württemberg erstellt werden.
 

 

  • Projektleitung: Angela Lüchtrath, Prof. Dr. Ulrich Schraml   
  • Projektlaufzeit: 01.12.2007 bis 31.12.2010
  • Finanzierung: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)



 

 

 

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