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Projektstudie Kommunikation in der Bioökonomie

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Projektstudie: Kommunikation in der Bioökonomie

 

Auf einen Blick

Dauer: 01.04.2022 - 31.08.2022 

 

Studieren in Gruppenarbeit und Eigenregie: Wir brechen die festgelegte Semesterstruktur auf und bieten eine Mischung aus Selbststudium, e-Learning, Peer-to-peer-Learning, gemeinsamen Online-Diskussionen und zwei Intensiv-Lernwochenenden in Präsenz an.

 

Im unregelmäßigen Abstand von zwei bis drei Wochen treffen wir uns Mittwochs zwischen 14:00 und 16:00 Uhr online.

 

Wochenend-Workshops: 21./22. Mai & 30./31. Juli (Präsenz)

An diesen beiden Wochenenden treffen wir uns vor Ort in Freiburg, um uns intensiv mit den Grundlagen der Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit zu beschäftigen. Dabei erhalten wir Unterstützung von etablierten Social Media-Expert*innen. Außerdem gibt es zu den Präsenz-Terminen die Möglichkeit, das technische Equipment kennenzulernen und den Umgang damit zu erlernen. Das Material ist jederzeit für die Projektgruppen ausleihbar.

 

Ziel: Wir möchten das Thema Bioökonomie aus der Nische politischer und (natur-)wissenschaftlicher Diskussion herausholen und der breiten Öffentlichkeit näherbringen! Mit der Umstellung zur Bioökonomie gehen tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen einher, über die wir als Bürger*innen nicht nur Bescheid wissen sollten, sondern die wir auch aktiv mitbestimmen möchten. Durch das Nutzen von Social Media soll das Thema eine größere Reichweite erzielen und neben Studierenden auch weitere Zielgruppen erreichen. Damit informieren wir über unseren eigenes soziales Umfeld hinaus Menschen zu dem Thema, erlauben verschiedene Perspektiven und legen somit die Grundsteine für einen pluralistischen, öffentlichen Diskurs. Die Studierenden werden zu Multiplikator*innen zur breiten Wahrnehmung der Bioökonomie im Rahmen der Studierenden und darüber hinaus.

 

Kurzbeschreibung: Neben Grundlagen zu den aktuellen Prozessen, Herausforderungen und Möglichkeiten einer biomasse-basierten Wirtschaft (Bioökonomie) werden im Kurs theoretische und praktische Grundlagen der Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit vermittelt. Darauf basierend entwickeln die Student*innen in Gruppen ihre eigenen digitalen Kommunikationsprodukte: Video-Serie, Podcast, Instagram-Kanal, Youtube-Channel oder Blog - alles ist möglich und eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Dabei bekommen wir professionellen Input und Unterstützung von Social Media-Expert*innen mit langjähriger Erfahrung in der Nutzung digitaler Plattformen und bedeutender Reichweite. Auf diese Weise möchten wir die optimalen Voraussetzungen dafür schaffen, dass eure Projektarbeiten größtmögliche öffentliche Beachtung finden. Darüber hinaus werden eure Arbeiten im Rahmen einer vom BMEL organisierten Bioökonomie-Konferenz einem spezifischeren Publikum und einer Expert*innen-Jury vorgestellt. 

 

Anmeldung: erfolgt über HisInOne hier    

Anmeldung für Interessierte der FHs Biberach, Hohenheim und Rottenburg per Mail an lena.riemann@ifp.uni-freiburg.de !

 

 

 

Studkombio 

 

 

Hintergrund

In einer Demokratie kommen Bürger*innen und politische, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure im öffentlichen Raum zusammen, um Probleme, Konflikte und Lösungswege zu diskutieren. Mit technischen Innovationen und der Digitalisierung haben sich in den letzten Jahrzehnten massive Veränderungen ergeben. Fast jede*r Deutsche hat jederzeit ein Smartphone parat und kann damit auf das digitale Netzwerk zugreifen, das auf jede Frage in Sekundenschnelle Antworten liefert. Obwohl traditionelle Medien wie Presse, Fernsehen und Radio weiterhin wichtig sind, nimmt die Bedeutung digitaler Medien rasant zu. 

 

Laut einer Vodafone-Studie von 2019 nutzen 32% junger Menschen zwischen 14 und 24 Jahren Social Media als Informationsquelle zu politischen Themen - angeführt von YouTube, darauf folgen Facebook, Instagram und Twitter. Bei Studierenden setzt sich der Trend fort: 15% der Student*innen nutzen soziale Medien als Informationsquelle. Daraus ergeben sich Herausforderungen, Fragestellungen aber auch Möglichkeiten in Bezug auf öffentliche Meinungsbildung, politische Entscheidungsfindung und die Rolle der Wissenschaft.

 

Ein Alleinstellungsmerkmal sozialer Medien ist, dass jeder Nutzer gleichzeitig Sender und Empfänger von Informationen sein kann. Somit hat jede*r die Möglichkeit, den Diskurs innerhalb dieser Sphäre aktiv zu beeinflussen. Jede*r kann mitmachen und mitgestalten. 

 

Bisher halten sich die meisten Forscher*innen allerdings noch weitgehend aus den sozialen Medien heraus und führen ihren Diskurs in Universitäts-Kreisen, wissenschaftlichen Journals und besonderen Veranstaltungen. Im Rahmen der Projektstudie möchten wir das verändern und Impulse setzen, um die Reichweite der wissenschaftlichen Debatte zu vergrößern und den Diskurs inklusiver und zugänglicher zu machen. 

 

Das Beispiel Klimawandel zeigt, wie ein Thema aus den wissenschaftlichen Kreisen heraus zum alltäglichen Gesprächsthema geworden ist, welches große Beachtung in der breiten Öffentlichkeit und in den Medien findet. Ähnliches streben wir für das Thema Bioökonomie an.

 

Bioökonomie

Unter Bioökonomie verstehen wir ein Wirtschaftssystem, das auf nachwachsenden Rohstoffen basiert. In den meisten Fällen umschließt der Begriff auch die Transformation hin zu diesem System (und weg von dem aktuellen Zustand des Produzierens und Wirtschaftens, wofür Unmengen an fossilen Ressourcen benötigt werden). Dabei handelt es sich nicht nur um einen Wandel in der Energieversorgung, die aktuell größtenteils auf Kohle, Erdgas und Erdöl basiert. Auch viele Produkte unseres täglichen Bedarfs enthalten häufig fossile Rohstoffe, z.B. Wandfarbe, Shampoo und Gummi. Im Rahmen der Bioökonomie wird nach biologischen Alternativen (z.B. aus Pflanzen, Insekten, Holz, Mikroorganismen, Algen oder organischen Reststoffen) für die Produktion dieser Stoffe gesucht.

 

Obwohl viele Menschen das Wort Bioökonomie noch nie gehört haben, ist diese Transformation bereits seit etwa einem Jahrzehnt in vollem Gange. Seit 2010 sind bereits Milliarden Forschungsgelder in die Entwicklung von biomasse-basierten Produkten und innovativen Technologien geflossen. In politischen Strategiepapieren aus Deutschland und anderen Ländern rund um den Globus wird die Bioökonomie als die Lösung für ökologische und soziale Problemstellungen präsentiert. Diese Darstellung ist jedoch eindimensional und lässt Fragen zu gesellschaftlicher Gerechtigkeit, planetaren Grenzen und Technikfolgen größtenteils außer Acht.

 

Wir möchten das Thema Bioökonomie aus der politischen und wissenschaftlichen Nische herausholen und öffentlich bekannt machen. Somit wird eine pluralistische Diskussion eröffnet, in der verschiedenen Perspektiven und Meinungen zu Wort kommen. Die Transformation hin zur Bioökonomie ist bisher ein hauptsächlich politisches Projekt, das jedoch tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringt. Es ist daher wichtig, dass im Rahmen von öffentlicher Information, Debatten und Aushandlungsprozessen eine gesellschaftliche Akzeptanz geschaffen wird. 

 

 

 

 

 

Kontakt für mehr Information und Nachfragen: Lena Riemann,

lena.riemann@ifp.uni-freiburg.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:https://unsplash.com/photos/iNsnCOQ_sG8 (Fotograf: Mauro

Tandoi / Unsplash)

 

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